Standort

Wissenswertes über den Standort Burghausen/ Oberbayern

 

 Die Stadt Burghausen/ Salzach liegt im Landkreis Altötting/ Oberbayern rund 100 km östlich von München und 50 km nördlich von Salzburg direkt an der Grenze zu Österreich.
Die Stadt ist vor allem durch die Burganlage (längste Burg Europas) und den gut erhaltenen historischen Stadtkern bekannt.
Im Norden der Stadt befindet sich ein ausgedehntes Industriegebiet, in dem sich u.a. Bayerns größtes Chemiewerk (Wacker Chemie) mit rund 10.000 Mitarbeitern befindet. Die nur rund 19.000 Einwohner zählende Stadt bietet 18.000 Arbeitsplätze, was zu einem starken Pendlerstrom aus dem weiten Umkreis führt.

 

Verkehrsanbindung:
Bahn: München-Mühldorf-Burghausen
Strasse: A 94/ B12 München-Passau, B 20 Straubing-Burghausen-Berchtesgaden, Staatsstrasse 2108 Burghausen-Neuötting, Staatsstrasse 2107 Burghausen-Burgkirchen.

Fahrzeuge an der Rettungswache Burghausen 

 

 Einsätze: 
 

Rund 1500 Einsätze werden von den derzeit 12 Notärzten des Standortes Burghausen im Jahr gefahren. Hierbei wird das komplette Spektrum vom internistischen Krankheitsbild über pädiatrische Notfälle bis hin zum schweren Verkehrsunfall abgedeckt.

Im "TRUST"-Gutachten belegt die Stadt Burghausen übrigens unter rund 100 Städten und Gemeinden im Bereich der integrierten Leitstelle Traunstein einen Spitzenplatz in der Kategorie Einsätze pro Stadtgebiet und wird nur noch von Waldkraiburg und Bad Reichenhall übertroffen.

 


 

 Verkehrsunfälle:
 

Die Zahl schwerer Verkehrsunfälle mit toten und polytraumatisierten Patienten hat im ländlichen Raum in den letzten Jahren stark abgenommen. Dieser Trend war auch in Burghausen deutlich zu erkennen. Leider scheint im Jahr 2007 zumindest für den Standort Burghausen ein Umkehrtrend stattzufinden: die Schwere der Unfälle scheint stark zuzunehmen. 

 

 

 Chemische Industrie:
 

Einsätze in der chemischen Industrie sind trotz 15.000 Arbeitsplätzen in Chemiewerken in und um Burghausen relativ selten. Hauptgrund ist sicherlich der gut besetzte werksärztliche Dienst in den beiden größten Werken Wacker Chemie Burghausen und Infraserv Gendorf. Einsätze erfolgen hier in der Regel nur bei z.B. Reanimationen oder schweren Betriebsunfällen oder zur Transportbegleitung nach Erstversorgung durch den werksärztlichen Dienst. Nachts und am Wochenende wird auch in den großen Werken kein Arzt vorgehalten. Aufgrund der in diesen Zeiten aber deutlich geringeren Belegschaft muss das NEF Burghausen auch hier nur selten ausrücken.

 

 Einsätze in Österreich: 
 Auch die Grenzlage zu Österreich bringt Besonderes: im benachbarten Österreich befinden sich die nächsten Notarztstandorte im 25 km entfernten Braunau oder im 50 km fernen Salzburg. Das NEF Burghausen wäre für einen weiten Bereich im nahen Oberösterreich das primäre arztbesetzte Rettungsmittel. Eine meldebildabhängige Alarmierung des deutschen Notarztes nach Österreich ist aber bisher leider eher selten üblich. So wird von der Leitstelle Ried/ Oberösterreich meistens erst ein sogenannter „Sanitätseinsatzwagen" (entspricht am ehesten einem deutschen KTW mit Zusatzequipment wie AED, Notfallkoffer, Pulsoxymeter) alarmiert, der dann bei Bedarf das NEF aus Burghausen nachalarmieren kann. Häufiger wird in Österreich ein so genannter „Praktiker" (praktischer Arzt) primär mitalarmiert. So sind die Einsätze des Burghauser Notarztes im nahen EU-Land Österreich noch immer sehr selten.Â